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Ratgeber Schuppenflechte

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Schuppenflechte
Diagnose von Schuppenflechte

Bei der Diagnose von Schuppenflechte begutachtet der Arzt zunächst die auf der Haut auftretenden Symptome. Dabei gibt neben Form und Größe der Hautveränderung, auch der Ort des Auftretens Rückschlüsse über eine mögliche Erkrankung an Schuppenflechte. Da auch andere Hauterkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen können, muss der Arzt auf für Schuppenflechte spezifische Ausprägungen achten, um diese von möglichen anderen Erkrankungen abgrenzen zu können. Dazu zählen z. B. das „Kerzenfleckphänomen“ oder das „Phänomen des letzten Häutchens“. Sollte eine eindeutige Diagnose anhand dieser Begutachtung nicht möglich sein, kann eine Biopsie der Haut durchgeführt werden.

Diagnose von Schuppenflechte

Die Diagnose der Schuppenflechte erfolgt anhand des typischen klinischen Erscheinungsbildes. Um die Schuppenflechte von Hautveränderungen anderer Ursachen abgrenzen zu können, werden eindeutige Merkmale herangezogen, die die Diagnose Schuppenflechte absichern.

Diagnose der Schuppenflechte anhand äußerer Merkmale

Die Untersuchung bei Schuppenflechte erfolgt zunächst anhand der Begutachtung und Beurteilung der Symptome an den veränderten Hautpartien. Im Falle der Psoriasis vulgaris sind die Herde gerötet, entzündet und von silbrig-weißen Schuppen bedeckt. Meist sind diese Hautveränderungen scharf von der gesunden Haut abgegrenzt und von einem schmalen, roten Saum umgeben, der von der Schuppenschicht nicht berührt wird. Anhand der Form und Größe der sog. Plaques wird die Form der Schuppenflechte (Psoriasis punctata, Psoriasis geographica etc.) näher bestimmt. Zusätzlich wird erfasst, an welchen Körperpartien sich die Hautveränderungen befinden, da auch deren Lage zu den Diagnosemerkmalen bei Schuppenflechte zählt.

Im Falle der Psoriasis vulgaris befinden sich die psoriatischen Veränderungen hauptsächlich an Knie, Ellenbogen, in der Kreuzbeingegend sowie am behaarten Kopf. Zudem können zuweilen auch typische Veränderungen an Finger- und Fußnägeln festgestellt werden wie punktförmige Dellen in der Nagelplatte (Tüpfelnägel), gelbe Flecken auf den Nägeln (Ölnägel) oder auch eine vollständige Zerstörung der Nagelsubstanz (psoriatischer Krümelnagel). Bei Entzündungen der Gelenke, in Verbindung mit oder auch ohne Hautausschlag, sollte die Diagnose Psoriasis-Arthritis in Betracht gezogen werden.

Typische Phänomene bei Schuppenflechte

Da auch andere Hautinfektionen und -erkrankungen ähnliche Symptome auslösen können, ist es notwendig, die Schuppenflechte eindeutig identifizieren zu können. Zu diesem Zweck können verschiedene Phänomene, die ausschließlich bei der Schuppenflechte ausgelöst werden können, zur Absicherung der Diagnose herangezogen werden. Treten die Schuppen auf den betroffenen Hautarealen durch Kratzen deutlicher hervor und lassen sich die Schuppen wie Wachs ablösen, spricht man vom sog. „Kerzenfleckphänomen“. Befindet sich nach Ablösen der Schuppen darunter als letzte Schicht ein dünnes Häutchen, welches die Grenze zur darunterliegenden Bindegewebsschicht bildet, handelt es sich hier um das typische „Phänomen des letzten Häutchens“. Kann auch dieses letzte Häutchen abgelöst werden und bilden sich auf der darunterliegenden Schicht punktförmige Blutungen, der sog. „blutige Tau“, auch als „Auspitz-Phänomen“ bekannt, ist die Diagnose Schuppenflechte in der Regel zweifelsfrei  zu stellen.

In Ausnahmefällen kann es zusätzlich notwendig sein, die Diagnose Schuppenflechte zu erhärten. Zu diesem Zweck kann eine Biopsie der erkrankten Haut mit anschließender histologischer Untersuchung herangezogen werden. Typische gewebliche Veränderungen bei Schuppenflechte sind beispielsweise eine Vermehrung der Epidermiszellen in der Oberhaut und eine gestörte Verhornung. Vor allem jedoch der Nachweis von sog. Munro‘schen Mikroabszessen, entzündlichen Ansammlungen von weißen Blutkörperchen in der obersten Hornschicht der Haut, dient der sicheren Diagnose der Schuppenflechte.

Nicole Breuer

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Therapie Schuppenflechte

Da Schuppenflechte bisher nicht heilbar ist, geht es bei der Therapie um eine Linderung der Symptome und das Vorbeugen neuer Krankheitsschübe. Dafür können zum einen Cremes oder Salben eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, zuerst eine salicylsäure- oder harnstoffhaltige Salbe zu verwenden, damit die Wirkstoffe daraufhin ungehindert von der Haut aufgenommen werden können. Handelt es sich um eine schwerwiegende Form der Schuppenflechte kann eine UV-Lichttherapie angewendet werden. Über diese Form der Behandlung sollte der Betroffene ausführlich mit seinem Arzt sprechen. Ebenfalls nur in schweren Fällen, können Medikamente zur innerlichen Anwendung eingenommen werden.

Bei Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, handelt es sich um eine nicht ansteckende Hauterkrankung, die i. d. R. mit einen Hautausschlag einhergeht. Man unterscheidet verschiedene Formen der Schuppenflechte, die sich in ihrer Ausprägung und Lokalisation unterscheiden. In den meisten Fällen tritt die sog. Psoriasis vulgaris auf, die wiederum in verschiedene Unterformen unterteilt werden kann. Es gibt eine Früh- und eine Spätform der Schuppenflechte, die dementsprechend entweder vor oder nach dem 40. Lebensjahr auftritt. Sowohl Männer als auch Frauen können von Schuppenflechte betroffen sein. Bei der Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Um einer Schuppenflechte vorzubeugen, gibt es verschiedene Maßnahmen, die jedoch nicht alle wissenschaftlich bewiesen sind. So wird z. B. über den Einfluss der Ernährung auf das Entstehen einer Schuppenflechte diskutiert. Empfohlen wird eine ausgewogene Mischkost, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion. Darüber hinaus gibt es bestimmte Nahrungsmittel, die bei einer bestehenden Schuppenflechte Krankheitsschübe fördern können. Zum Schutz der Haut sollte für eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit und Fett gesorgt werden. Bei der Kleidung sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem Feuchtigkeits- oder Hitzestau kommt und Kleidungsstücke sowie Schuhe nicht zu eng sitzen.