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Ratgeber Schuppenflechte

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Schuppenflechte
Entstehung von Schuppenflechte

Die Gründe für die Entstehung von Schuppenflechte sind bisher nicht vollständig geklärt. Zum einen kann eine genetische Disposition der Auslöser für Schuppenflechte sein. Bei gehäuftem Auftreten in der Familie kann die Erkrankung vererbt werden. Dabei spielen mehrere Gene eine Rolle, die noch nicht alle identifiziert werden konnten. Darüber hinaus können auch bestimmte Lebensumstände die Entstehung von Schuppenflechte beeinflussen. Dazu gehören z. B. Infektionserkrankungen, vermehrter Alkohol- oder Nikotinkonsum oder psychische Belastungen. Schuppenflechte tritt in den meisten Fällen an Ellbogen, Knien, dem Kreuzbein oder Kopf auf. Es kann zu Rötungen, Juckreiz und Schuppenbildung kommen.

Entstehung von Schuppenflechte

Die Ursachen, die zur Entstehung einer Schuppenflechte führen, sind noch nicht eindeutig geklärt, jedoch wird davon ausgegangen, dass mehrere verschiedene Faktoren in Kombination miteinander zum Ausbruch der Erkrankung führen können. Zu diesen Einflüssen, die für die Entstehung von Schuppenflechte verantwortlich sein können, zählen zum einen eine genetische Disposition und zum anderen verschiedene innere und äußere Einflüsse, die als Risikofaktoren in diesem Zusammenhang gelten.

Genetische Disposition

Bei etwa 30–40 % der an Schuppenflechte Erkrankten sind in der Familienanamnese bereits Fälle von Schuppenflechte aufgetreten. Dies deutet darauf hin, dass eine erbliche Komponente für die Entstehung von Schuppenflechte besteht. Forschungsergebnisse konnten nachweisen, dass nicht ein bestimmtes Gen bestimmend für die Entstehung der Schuppenflechte ist, sondern mehrere verschiedene, wovon bisher einige relevante Genorte identifiziert werden konnten. Obwohl die genauen Gensequenzen noch nicht entschlüsselt sind, konnte festgestellt werden, dass sich die relevanten Gene auf den Chromosomen 1, 3, 6 und 19 befinden. Die genetischen Veränderungen, die die Entstehung von Schuppenflechte begünstigen, betreffen u. a. das Humane Leukozytenantigen-System (HLA-System), welches eine wichtige Rolle in der Immunabwehr und der Steuerung des Immunsystems spielt. Da jedoch bei eineiigen Zwillingen, deren Genstruktur identisch ist, ein lediglich 70-prozentiges Risiko für den bisher gesunden Zwilling besteht, ebenfalls an Schuppenflechte zu erkranken, liegt der Schluss nahe, dass zusätzliche Faktoren den Ausbruch der Krankheit begünstigen.

Risikofaktoren

Die Neigung an Schuppenflechte zu erkranken, ist oftmals genetisch verankert und kann vererbt werden. Nicht jeder entsprechend veranlagte Mensch muss jedoch erkranken. Zumeist kommen weitere Ursachen als Auslöser von Schuppenflechte hinzu. Berichtet wird von Schuppenflechteschüben nach psychischer Belastung. Jedoch auch Infektionen, Alkohol- und Nikotinkonsum, Medikamente, hormonelle Veränderungen oder auch Verletzungen und Reizungen, z. B. durch kontinuierliche Druckeinwirkung auf die Haut können zum Ausbruch bzw. zu einer Verschlechterung bestehender Symptome führen. Ein Einfluss der Ernährung wird diskutiert.

Symptome bei Schuppenflechte

Durch die genetischen Veränderungen in Kombination mit weiteren Faktoren, die individuell verschieden sein können, kommt es zu einer krankhaften, komplexen Immunreaktion der Haut. Sie zeigt eine ausgeprägte Entzündungsneigung und eine beschleunigte Zellteilung in den oberen Hautschichten, die zu einer unkontrollierten Vermehrung von Hautzellen führt. Im Falle der mit 85 % der Erkrankungen häufigsten Form der Schuppenflechte, der Psoriasis vulgaris, kommt es durch die Entzündungsreaktion zur Rötung und Verdickung bestimmter Hautareale. Bedingt durch die beschleunigte und vermehrte Zellteilung bilden sich auf der Oberfläche silbrig-weiß glänzende Schuppen und es kann zu Juckreiz kommen. Die Schuppenflechte verläuft meist schubweise und ist chronisch. Besonders betroffen sind in der Regel stark beanspruche Bereiche wie z. B. Ellenbogen, Knie, Kreuzbeingegend und behaarter Kopf. Häufig treten bei Schuppenflechte zusätzlich Veränderungen an den Nägeln (Tüpfelnägel, Ölflecken, Krümelnägel) auf.

Nicole Breuer

15. Dezember 2017
Bei Kindern mit Psoriasis kommt es häufig zu Rötungen mit silbernen Schuppen. Nach einer Streptokokken-Infektion kann es zu einer Form von Psoriasis kommen.
  
04. Dezember 2017
Bestimmte Faktoren, sogenannte Trigger, können Schübe bei Psoriasis begünstigen. Es gilt, diese nach Möglichkeit zu meiden.
  
28. November 2017
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27. Oktober 2017
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28. April 2017
Im ersten weltweiten Bericht zu Psoriasis werden die Erkrankungszahlen und die Auswirkungen von Psoriasis auf den Alltag erläutert.
  
Diagnose Schuppenflechte

Bei der Diagnose von Schuppenflechte begutachtet der Arzt zunächst die auf der Haut auftretenden Symptome. Dabei gibt neben Form und Größe der Hautveränderung, auch der Ort des Auftretens Rückschlüsse über eine mögliche Erkrankung an Schuppenflechte. Da auch andere Hauterkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen können, muss der Arzt auf für Schuppenflechte spezifische Ausprägungen achten, um diese von möglichen anderen Erkrankungen abgrenzen zu können. Dazu zählen z. B. das „Kerzenfleckphänomen“ oder das „Phänomen des letzten Häutchens“. Sollte eine eindeutige Diagnose anhand dieser Begutachtung nicht möglich sein, kann eine Biopsie der Haut durchgeführt werden.

Um einer Schuppenflechte vorzubeugen, gibt es verschiedene Maßnahmen, die jedoch nicht alle wissenschaftlich bewiesen sind. So wird z. B. über den Einfluss der Ernährung auf das Entstehen einer Schuppenflechte diskutiert. Empfohlen wird eine ausgewogene Mischkost, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion. Darüber hinaus gibt es bestimmte Nahrungsmittel, die bei einer bestehenden Schuppenflechte Krankheitsschübe fördern können. Zum Schutz der Haut sollte für eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit und Fett gesorgt werden. Bei der Kleidung sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem Feuchtigkeits- oder Hitzestau kommt und Kleidungsstücke sowie Schuhe nicht zu eng sitzen.

Therapie Schuppenflechte

Da Schuppenflechte bisher nicht heilbar ist, geht es bei der Therapie um eine Linderung der Symptome und das Vorbeugen neuer Krankheitsschübe. Dafür können zum einen Cremes oder Salben eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, zuerst eine salicylsäure- oder harnstoffhaltige Salbe zu verwenden, damit die Wirkstoffe daraufhin ungehindert von der Haut aufgenommen werden können. Handelt es sich um eine schwerwiegende Form der Schuppenflechte kann eine UV-Lichttherapie angewendet werden. Über diese Form der Behandlung sollte der Betroffene ausführlich mit seinem Arzt sprechen. Ebenfalls nur in schweren Fällen, können Medikamente zur innerlichen Anwendung eingenommen werden.