Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Schuppenflechte

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Schuppenflechte
Wissenswertes zur Schuppenflechte

Um einer Schuppenflechte vorzubeugen, gibt es verschiedene Maßnahmen, die jedoch nicht alle wissenschaftlich bewiesen sind. So wird z. B. über den Einfluss der Ernährung auf das Entstehen einer Schuppenflechte diskutiert. Empfohlen wird eine ausgewogene Mischkost, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion. Darüber hinaus gibt es bestimmte Nahrungsmittel, die bei einer bestehenden Schuppenflechte Krankheitsschübe fördern können. Zum Schutz der Haut sollte für eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit und Fett gesorgt werden. Bei der Kleidung sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem Feuchtigkeits- oder Hitzestau kommt und Kleidungsstücke sowie Schuhe nicht zu eng sitzen.

Wissenswertes zur Schuppenflechte

Eine Erkrankung an Schuppenflechte bringt für die Betroffenen in der Regel starke Einschränkungen mit sich. So ist es von besonderer Bedeutung für die Patienten, die an Schuppenflechte erkrankt sind, einen erneuten Schub oder eine Verschlimmerung der Symptome von Schuppenflechte möglichst im Vorfeld zu vermeiden. Zur Vorbeugung können verschiedene Maßnahmen im Bereich der Ernährung, der Hautpflege sowie der Wahl der Bekleidung eingesetzt werden. Aufgrund der Vielgestaltigkeit von Schuppenflechte und der individuellen Ausprägung der Symptome kann es allerdings keine allgemeingültige Empfehlung zur Prävention von Psoriasisschüben geben.

Ernährung bei Schuppenflechte

Der Einfluss der Ernährung auf die Entstehung oder auch auf eine Verschlimmerung der Schuppenflechte ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Einige Aussagen gelten jedoch als hinreichend gesichert, um als Empfehlung an Menschen mit Schuppenflechte weitergegeben zu werden. Es scheint hier ein Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Krankheitsbild der Schuppenflechte zu bestehen. So besserte sich das Krankheitsbild einer Schuppenflechte bei übergewichtigen Patienten nach einer Gewichtsreduktion. Eine allgemeingültige Empfehlung, auf Alkohol- und Nikotingenuss zu verzichten, wird ebenfalls gegeben. Einigkeit herrscht auch bei der Empfehlung, auf eine ausgewogene, vollwertige Mischkost zu achten. Besonders geeignet für an Schuppenflechte Erkrankte sind solche Obst- und Gemüsesorten, die einen hohen Anteil an Beta-Carotinoiden enthalten, wie beispielsweise Karotten, Honigmelone, Aprikosen, Pfirsiche oder Tomaten.

Bei der Wahl der Fette sollte auf Fette und Öle mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren geachtet werden. Strittig ist der Ratschlag, bei Schuppenflechte auf Fleisch gänzlich zu verzichten. Zum einen enthält Fleisch das für das Immunsystem sowie für die Regeneration der Haut wichtige Zink, zum anderen ist jedoch, besonders in fettreichem Fleisch, eine Vorstufe der entzündungsfördernden Arachidonsäure enthalten. Einige von Schuppenflechte Betroffene berichten von Krankheitsschübe fördernden Nahrungsmitteln und Gewürzen wie Pfeffer, Muskatnuss, Paprikapulver, Gewürznelken, Zitrusfrüchten (insbesondere deren Schalen), Schimmelpilzkäse, jegliche alkoholische Getränke aus vergorenen Weintrauben (Wein, Sekt, Sherry, Portwein etc.) sowie Nüssen. Im Allgemeinen muss jedoch festgehalten werden, dass jeder an Psoriasis Erkrankte seine schubfördernden Nahrungsmittel durch vorsichtiges Ausprobieren selbst herausfinden muss.

Hautpflege und Kleidung bei Schuppenflechte

Generell sollte bei der Hautpflege und der Wahl der Bekleidung bei Menschen mit Schuppenflechte darauf geachtet werden, die Haut möglichst wenigen Reizen auszusetzen und sie vor Austrocknung zu schützen. Im Bereich der Hautpflege sollte auf ausgedehnte heiße Dusch- und Wannenbäder bei Schuppenflechte verzichtet werden. Zur Reinigung der von Schuppenflechte betroffenen Haut empfehlen sich parfümfreie, rückfettende, ph-neutrale Waschlotionen. Wichtig bei einer Psoriasis-Erkrankung ist die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit und Fett. Hierzu eignen sich insbesondere glycerin-, hyaluronsäure- und harnstoffhaltige Cremes und Salben. Auch ein Anteil von Vitamin E kann durch die entzündungsdämpfende Wirkung hilfreich sein. Die Kleidung sollte aus Naturfasern oder atmungsaktiven Geweben bestehen, um einen Hitze- und Feuchtigkeitsstau auf der Haut zu vermeiden. Zusätzlich sollten die Kleidungsstücke, auch die Schuhe, nicht zu eng sitzen oder gar scheuern, da mechanische Reize die Symptome auslösen können.

Nicole Breuer

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Therapie Schuppenflechte

Da Schuppenflechte bisher nicht heilbar ist, geht es bei der Therapie um eine Linderung der Symptome und das Vorbeugen neuer Krankheitsschübe. Dafür können zum einen Cremes oder Salben eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, zuerst eine salicylsäure- oder harnstoffhaltige Salbe zu verwenden, damit die Wirkstoffe daraufhin ungehindert von der Haut aufgenommen werden können. Handelt es sich um eine schwerwiegende Form der Schuppenflechte kann eine UV-Lichttherapie angewendet werden. Über diese Form der Behandlung sollte der Betroffene ausführlich mit seinem Arzt sprechen. Ebenfalls nur in schweren Fällen, können Medikamente zur innerlichen Anwendung eingenommen werden.

Bei Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, handelt es sich um eine nicht ansteckende Hauterkrankung, die i. d. R. mit einen Hautausschlag einhergeht. Man unterscheidet verschiedene Formen der Schuppenflechte, die sich in ihrer Ausprägung und Lokalisation unterscheiden. In den meisten Fällen tritt die sog. Psoriasis vulgaris auf, die wiederum in verschiedene Unterformen unterteilt werden kann. Es gibt eine Früh- und eine Spätform der Schuppenflechte, die dementsprechend entweder vor oder nach dem 40. Lebensjahr auftritt. Sowohl Männer als auch Frauen können von Schuppenflechte betroffen sein. Bei der Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Diagnose Schuppenflechte

Bei der Diagnose von Schuppenflechte begutachtet der Arzt zunächst die auf der Haut auftretenden Symptome. Dabei gibt neben Form und Größe der Hautveränderung, auch der Ort des Auftretens Rückschlüsse über eine mögliche Erkrankung an Schuppenflechte. Da auch andere Hauterkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen können, muss der Arzt auf für Schuppenflechte spezifische Ausprägungen achten, um diese von möglichen anderen Erkrankungen abgrenzen zu können. Dazu zählen z. B. das „Kerzenfleckphänomen“ oder das „Phänomen des letzten Häutchens“. Sollte eine eindeutige Diagnose anhand dieser Begutachtung nicht möglich sein, kann eine Biopsie der Haut durchgeführt werden.