Was ist Schuppenflechte?
Die Schuppenflechte, auch als Psoriasis bezeichnet, ist eine chronische, jedoch harmlose Hauterkrankung, die für die Betroffenen oftmals mit einer hohen Einschränkung der Lebensqualität einhergeht. Obwohl sie nicht ansteckend ist, werden die Erkrankten häufig aufgrund der sichtbaren Hautveränderungen von ihrer sozialen Umwelt stigmatisiert und ausgegrenzt.
Wer erkrankt an Psoriasis?
An der am häufigsten vertretenen Form der Schuppenflechte, der Psoriasis vulgaris, erkranken etwa 2-3 % der Bevölkerung der westlichen Industrienationen. In Deutschland sind von dieser Erkrankung etwa 2 Millionen Menschen, Männer und Frauen gleichermaßen, betroffen. Die Frühform der Schuppenflechte, auch als Typ-1-Psoriasis bezeichnet, zeigt sich häufig erstmals vor dem 40. Lebensjahr mit einem sog. Erkrankungsgipfel im zweiten Lebensjahrzehnt. Bei dieser Form der Schuppenflechte sind meist weitere Fälle in der Familiengeschichte bekannt und die Patienten zeigen häufig eine bestimmte, vererbbare Struktur ihres humanen Leukozytenantigen-Systems (HLA-System). Die Spätform der Schuppenflechte (Typ-2-Psoriasis) kann ab dem 40. Lebensjahr auftreten, zeigt sich jedoch häufiger im sechsten Lebensjahrzehnt. Hierbei ist keine genetische Vorbelastung ausschlaggebend und die Erkrankung verläuft meist leichter als die Psoriasis vom Typ 1.
Formen der Schuppenflechte
Die Schuppenflechte kann in verschiedenen Erscheinungsformen auftreten. Die Unterscheidung der Krankheitsbilder richtet sich zumeist nach der Ausprägung und Lokalisation der Hautveränderungen. Die mit einem Anteil von etwa 85 % am häufigsten auftretende Form der Schuppenflechte, die Psoriasis vulgaris kann anhand der Form des Ausschlags weiter differenziert werden. Im Allgemeinen bildet die Psoriasis vulgaris scharf begrenzte, gerötete und von silbrig-weißen Schuppen bedeckte Herde aus, die sich hauptsächlich an mechanisch stark beanspruchten Stellen des Körpers befinden. Je nach Größe und Form des Hautausschlags kann zwischen der Psoriasis punctata (punktförmige Herde), der Psoriasis guttata (tropfenförmige Herde), Psoriasis nummularis (münzgroße Herde), Psoriasis anularis (ringförmig), Psoriasis gyrata (girlandenartig), sowie der Psoriasis geographica (landkartenähnlicher Ausschlag) unterschieden werden.
Eine Sonderform der Schuppenflechte bildet die Psoriasis pustulosa. Bei diesem Krankheitsbild zeigen sich mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und Pusteln. Auch diese Form der Schuppenflechte kann in verschiedenen Varianten auftreten, wie beispielsweise der Psoriasis pustulosa von Typ Barber oder Typ Zumbusch. Sind lediglich Handinnenflächen und Fußsohlen von der Pustelbildung betroffen, wird von der Psoriasis pustulosa vom Typ Barber gesprochen (Psoriasis pustulosa palmoplantaris). Befinden sich die Pusteln am ganzen Körper und kommen Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden hinzu, handelt es sich um eine Psoriasis pustulosa vom Typ Zumbusch (Psoriasis pustulosa generalisata).
Eine weitere Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis erythrodermica, einhergehend mit stark ausgedehnten, entzündlichen Hautausschlägen, sowie die entzündliche und degenerative Gelenkerkrankung Psoriasis-Arthritis.
Nicole Breuer
Hinweis:
Die ausführliche Krankengeschichte einer Schuppenflechten Erkrankung beschreibt ein Betroffener im Internet. Er berichtet über seine Erfahrungen mit der Schuppenflechte, Medikamente und Behandlungsmethoden der Schuppenflechte.