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Ernährung bei Schuppenflechte
Auch wenn es keine spezielle Diät für Menschen mit Schuppenflechte gibt, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten.
Schuppenflechte

Ernährung bei Schuppenflechte

Wenn man die Fachliteratur befragt, gibt es in Untersuchungen nur wenige Menschen mit Schuppenflechte, die durch spezielle Lebensmittel einen Schub oder ein insgesamt schlechteres Krankheitsbild zeigen. Daher ist es nicht möglich, eine spezielle Diät für Menschen für Schuppenflechte zu empfehlen. Es bleibt aber festzuhalten, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung sich positiv auf den Körper und den Verlauf von Schuppenflechte auswirken kann. Vor allem eine Überernährung und Adipositas bzw. Übergewicht wirken sich oft ungünstig auf den Verlauf einer Schuppenflechte aus. Wer vorhandenes Übergewicht abbaut, kann möglicherweise mit einer Besserung der Erkrankung rechnen. Dabei gilt allerdings: Menschen mit Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, und dieses wiederum kann die Schuppenflechte verschlechtern.

Welche Ernährungstipps helfen bei Schuppenflechte?

Man sollte beobachten, ob ein Krankheitsschub gegebenenfalls zeitnah nach dem Konsum von speziellen Lebensmitteln auftritt – dann gilt es nach Möglichkeit, diese nicht mehr zu verzehren. Wichtig ist auch, Alkohol entweder ganz zu meiden oder nur in kleinen Mengen zu genießen. Viele Menschen mit Psoriasis berichten, dass ihre Schübe nach dem Verzehr größerer Mengen Alkohol ausbrechen. Auch Rauchen kann sich ungünstig auf eine Schuppenflechte auswirken.

Grundsätzlich sollten Menschen mit Schuppenflechte auf eine gesunde, vollwertige Ernährungsweise mit viel Rohkost achten. Denn eine gesunde Ernährung hilft dem Immunsystem, in Balance zu bleiben. Auch kann sie Einfluss auf die Entstehung von bestimmten Komorbiditäten haben, z. B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Eine gesunde Ernährung baut sich vor allem aus den folgenden Aspekten auf:

  • Man sollte vielseitig essen. Dabei sollten Gemüse, Obst, Getreideprodukte, Milchprodukte, Fisch und Fleisch sich sinnvoll abwechseln.
  • Man sollte ruhig fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag verzehren. Dabei sollte man insgesamt mehr Gemüse als Obst essen, weil Obst mehr Fruchtzucker enthält.
  • Bei den Getreideerzeugnissen sind Vollkornprodukte deutlich besser geeignet als Produkte aus Weißmehl. Vollkorn liefert dem Körper viele wichtige Inhaltsstoffe: Mineralien, Ballaststoffe, Vitamine und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe.
  • Eine fettreiche Ernährung ist grundsätzlich ungünstig, vor allem bei Übergewicht. Man sollte aber vor allem darauf achten, nicht zu viele tierische Fette zu sich zu nehmen. Daher ist frittierte Kost ebenso zu meiden wie fettreiche Backwaren. Pflanzliche Fette sind besser geeignet, vor allem Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl.
  • Wenn man Fleisch und Milchprodukte verzehren möchte, sollte man konsequent auf deren Fettgehalt achten: je weniger, desto besser. Fisch allerdings beinhaltet auch Omega-3-Fettsäuren, denen eine hemmende Wirkung auf Entzündungen nachgesagt wird. Daher sollte ein- bis zweimal pro Woche Fisch verzehrt werden. Der Verzehr von Fleisch sollte auf maximal 300 bis 600 g in der Woche reduziert werden.

Fedor Singer